Dienstag, 13. Januar 2026

Frohes neues Jahr in Worpswede! #Worpswede #Neujahr2026 #PaulaModersohnBecker #Rilke #Museen #Kunst

 

 


(https://sabineaussenac.blog/2026/01/14/belle-annee-neuve-a-worpswede-bonneannee2026-paulamodersohnbecker-rilke-musees-art/ : oder auf Französisch...!)

Möge euer neues Jahr strahlen, wie ein Museum in Worpswede!

Ich wünsche euch Spaziergänge durch prächtige Säle, Begeisterung vor majestätischen Werken, ich prophezeie euch Herzklopfen und Entzückung! Möge das neue Jahr überfließen von Schönheit und Entdeckungen, von Begegnungen und Staunen. Haltet die Augen offen, berauscht euch am Schönen und am Erhabenen, speichert Unendliches... Stellt euch jeden Tag wie einen Rundgang durch einen Saal der Kunsthalle vor: Seid Schwindel, trunken von den Bildern, seid Traum im Gedanken an die Künstlerinnen und Künstler, seid Freude im Bewundern so vieler Talente!



Dieses Bild wurde Juli 2025 in der Kunsthalle gemacht, während der Austellung über Paula Modersohn-Becker und ihre Weggefährtinnen
https://www.worpswede-museen.de/aktuelle-ausstellungen-de
Hier die Internetseite der Kunsthalle: https://www.worpswede-museen.de/worpsweder-kunsthalle-de

Möge euer neues Jahr aufblühen, wie ein Gemälde von Paula Modersohn-Becker!

Ich wünsche euch Rottöne, die die Natur verklären, Kinder mit vollen Wangen, jene vitale Kraft, um die Ängste zu überwinden, jene schöpferische Erfüllung, die die Menschen glücklich macht! Geht hinaus, reist, erkundet die Welt wie Paula, es tat als sie nach Paris aufbrach, und genießt jeden Augenblick als ein Wunder an sich. Mögen auch eure Körper jubeln und sich dem Sport, dem Licht und der frischen Luft hingeben, so wie Paula es tat, als sie trotz der schrägen Blicke nackt turnte! Öffnet euer Leben!

Verschiedene Gemälde von Paula Modersohn-Becker


Dank eines Erasmus Aufenthalts im Rahmen meiner Doktorarbeit konnte ich Frau Dr. Henrike Hans, Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Paula Modersohn-Becker Museum in Bremen interviewen.

Sigrun Kaufmann, Gründerin und Leiterin des Museums im ehemaligen Wohnhaus von Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn, berichtet auch über die Künstlerin. (https://www.museum-modersohn.de/):

https://www.sabineaussenac.com/cv/portfolios/une-itw-au-museum-am-modersohn-haus-de-worpswede


Möge euer neues Jahr flüstern, wie ein Gedicht von Rainer Maria Rilke …

Ein Foto von Rainer Maria Rilke vor dem Barkenhoff Museum in Worpswede. Die Internetseite des Museums: https://www.worpswede-museen.de/barkenhoff-de

Ich wünsche euch Nächte, die von Engeln und Versen rascheln, unendliche Briefwechsel mit faszinierenden Frauen und engagierten Männern, Tage, die so strahlend sind wie die Spiegelung der Sonne auf dem weiß leuchtenden Barkenhoff, Verzweigungen der Freundschaft und Liebe, Begegnungen und Einsamkeiten. Seid unbeschwert oder vollkommen bewusst, seid bodenloser Brunnen zu euren Seelenschätzen oder Leiter zur Ewigkeit eurer Zukunft, wagt es, zu leiden und zu wachsen, wagt die Sterne, den Himmel, das Unermessliche!

Rilkes Monographie über Worpswede, Originalausgabe in der Paula Modersohn-Becker Stiftung in Bremen - https://www.pmb-stiftung.de/F_stiftung.html

In diesem Interview, das nach seiner Aufführung von „Requiem für eine Freundin“ in Worpswede aufgenommen wurde, beantwortet Oliver Peuker ( https://oliver-peuker.de/de/vita/) Fragen zum Dichter (immer nach einem genauen Protokoll, das im Rahmen meiner Doktorarbeit erstellt wurde.)


Möge euch das neue Jahr berauschen, wie die Landschaften von Worpswede es tun!

Lasst uns die Welt durch ein Prisma aus Licht betrachten, wie jenes, das diese Glaskugel in einem der Gemälde von Paula Modersohn-Becker schillernd erscheinen lässt und das ich an einem Juliabend 2025 zufällig in einem Garten von Worpswede zu sehen bekam!



Ich wünsche euch endlose Spaziergänge im Rhythmus dieses weltbekannten Künstlerdorfs, mögen eure Lebensorte davon durchdrungen sein! Seid Wald und Lichtungen, Moore und Kanäle, seid Baum, seid Himmel, seid der Wind, der die Ähren bewegt, seid der Schnee, der die Reetdächer streichelt! Genießt die Jahreszeiten, die unsere Jahre besingen: Seht die Narzissen, die den Wald hinter der Käseglocke in ein Lichtbad verwandeln, badet im smaragdgrünen Park des Vogeler-Museums im Hochsommer, taucht ein in die unendlichen Rost- und Brauntöne des Herbstes, die das Haus im Schluh bewachen, genießt die perfekten Linien der Großen Kunstschau im Einklang mit dem Schnee der schönen, eisigen Winter…

Fassade der Großen Kunstschau mit der Aufschrift „Frau, Leben, Freiheit“

Verschiedene Perspektiven auf den Park und die Wälder rund um das Vogeler Museum, Sommer 2025

Möge sich euer neues Jahr aufschwingen, wie eine Skulptur von Clara Westhoff-Rilke!

„Porträt Elisabeth von Hellingrath“, Büste, ausgestellt im Museum Barkenhoff
© Sabine Aussenac

Verschiedene Skulpturen von Clara Rilke, die im Sommer 2025 im Vogeler-Museum ausgestellt wurden, darunter die Büste von Rilke unten rechts. Oben rechts die Büste der Schriftstellerin Ricarda Huch. © Sabine Aussenac

Ich wünsche euch die Sanftheit des geschliffenen Steins, um eure Nächte zu streicheln, die Kraft des Meißels, um Tage aus Feuer und Freude entstehen zu lassen! Mögen eure Leben Ton sein, von euren eigenen Händen geformt, auch, wenn wir Neuland betreten und auf Schwierigkeiten stoßen: Hundertmal werden wir unsere Werke wieder aufnehmen… Ich wünsche euch die Hartnäckigkeit von Clara, die nach Ägypten aufbrach, dieses Land, von dem ihre Freundin Paula so sehr geträumt hatte, die Treue von Clara, die trotz der Entfernung weiterhin den Namen ihres Mannes trug, das Talent von Clara, die noch immer auf unsere Anerkennung wartet!


Ein Plakat der vierteiligen Ausstellung, die ich letzten Sommer in den vier Museen von Worpswede gesehen habe:Paula Modersohn-Becker und ihre Weggefährtinnen“.

Frau Dr. Kathrin Kleibl, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Heinrich Vogeler Museums, erzählt uns wunderbar von der Bildhauerin:

https://www.sabineaussenac.com/cv/portfolios/dr-kathrin-kleibl-parle-de-clara-westhoff-rilke


Möge euer neues Jahr so weitreichend sein wie die Geschichte der Künstlerkolonie Worpswede!

Ich wünsche euch neue Empfindungen beim Entdecken eines Ortes, der euch mit seiner ganzen Seelenkraft anzieht, prägende Begegnungen wie jene unserer Entdecker. Wagt das Unbekannte, so wie Fritz Mackensen, Otto Modersohn, Heinrich Vogeler und Fritz Overbeck es taten, als sie sich zwischen Wald und Heide niederließen, erklimmt euren eigenen Weyerberg, um dem „Wolkenbetrachter“ zu begegnen, zerzaust die Konventionen, wie es die freie Kommune des Barkenhoffs getan hat!

© 2025 Sabine Aussenac

Seid der Künder eurer eigenen Geschichte, webt euer Leben, wie Martha Vogeler ihre herrlichen Stoffe wob, während sie dazu auch die pulsierende Seele der Künstlerkolonie bewahrte, bringt Farbe in euren Alltag!


Aufnahmen aus dem Museum Haus im Schluh, Sommer 2025, © 2025 Sabine Aussenac https://www.vogeler-worpswede.de/pages/museum/historie.ph
 

Die Nachfahrin von Martha Vogeler, Berit Müller, die das Museum Haus im Schluh leitet, hat ebenfalls meine Fragen zur Künstlerin beantwortet:

https://www.sabineaussenac.com/cv/portfolios/une-itw-de-berit-muller-au-sujet-de-martha-vogeler

Möge euch das neue Jahr verzaubern, wie das Gemälde der Melusine im Heinrich Vogeler Museum!


Detail aus dem Gemälde von Melusine, Barkenhoff Museum, Worpswede
© 2019 Sabine Aussenac

Ich wünsche euch alte, tief verankerte Empfindungen, wie jene, die den Besucher beim Betrachten der von Heinrich Vogeler erdachten Illustrationen zu den Grimmschen Märchen durchströmen, ich wünsche euch bequeme Sitzgelegenheiten in Jugendstilmöbeln und waghalsige Kühnheiten, ganz im Sinne der Ideale und Abenteuer dieses vielseitigen Künstlers! Mögen eure Sommernächte in duftenden Gärten wie auf dem Gemälde „Sommerabend in Worpswede” funkeln, mögen eure Frühlinge in leidenschaftlicher Liebesglut erstrahlen wie in Vogelers „Nostalgien“, mögen eure Herbsttage zwischen den rot-goldenen Farbtönen der Wälder hindurchstreifen, als würden sie mit den Gemälden wetteifern, und möget ihr an einem schönen Wintermorgen die Köstlichkeiten des Frühstücks im nahegelegenen Hotel Buchenhof entdecken! Mögen eure Jahreszeiten Kapriolen schlagen, um die Monotonie zu überwinden!

Ich hatte das Glück, dass ich auch die Direktorin des Barkenhoff-Museums, Beate Arnold, zu Heinrich Vogeler interviewen konnte:

https://www.sabineaussenac.com/cv/portfolios/beate-arnold-parle-de-heinrich-vogeler

Von Heinrich Vogeler entworfenes Möbelstück, Barkenhoff Museum, Worpswede

https://www.hotel-buchenhof.de/

Möge sich euer neues Jahr in den Vergangenheiten verankern und in die Zukunft hinaussegeln, ganz im Sinne der künstlerischen Dynamik von Worpswede!

Ich wünsche euch altüberlieferte Weisheiten, wie sie Wilfried Cohrs-Zyrus verkörpert, dieser Wissensbrunnen – eine der Symbolfiguren von Worpswede, mit der Galerie, die er gemeinsam mit seiner Frau betreibt. In diesem neuen Interview, ebenfalls im Juli 2025 im Rahmen meines Erasmus-Aufenthalts aufgezeichnet, hört ihr ihn über die Talente und das Werk des Künstlers Waldemar Otto sprechen.

https://www.sabineaussenac.com/cv/portfolios/une-itw-a-la-galerie-cohrs-de-worpswede

https://www.galerie-cohrs-zirus-worpswede.de/

Mögen sich eure neuen Tage ebenso in strahlende Zukünfte erheben, wie die Kunst in Worpswede, lebendiger denn je in den Museen und Galerien, und sich unaufhörlich erneuern, wie es die moderneren Werke zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler zeigen: Alle Stimmen begegnen einander in glücklicher Resonanz, wie diejeinigen dieser begabten Musiker!

https://www.instagram.com/eloi_s_dias/

https://www.instagram.com/moorsax/



Oben links der Maler Danny Janke; https://schluh.art/pages/d-nny, Instagram D@nny. Oben rechts die Strickkünstlerin Karin Beger, fotografiert (©Sabine Aussenac) in der Gallery & ArtClub von Markus Lippeck, der auch die Galerie Schluh leitet https://schluh.art/
Beide Bilder sind von der Künstlerin Eva Hoppach, aus der Ausstellung, die im Juli im Hotel Village stattfand.


Zu loben ist auch die Initiative eines neuen Kunstmagazins:

Möge euer neues Jahr so wirbelnd sein wie ein Gemälde von Ottilie Reylaender!

Ich wünsche euch stolze Ideen und glühende Sehnsüchte, neue Rauschzustände wie jene der Künstlerin in der Begegnung mit Mexiko, farbenfrohe und festliche Paletten!

Ein Gespräch mit der Kuratorin der Kunsthalle, Cornelia Hagenah.

Möge auch euer Leben endlich so ruhig werden wie ein Gemälde von Otto Modersohn… Da wären Kanäle, eine schlummernde Mühle, Reihen von Birken in hellen Gewändern, die Unschuld atmen! Mögen eure Nächte unter den Monden von Carl Vinnen knistern und eure Tage sich im Spiel der wunderbaren Wolken von Fritz Overbeck erheben! Mögen die schimmernden Goldtöne von Hermine Overbeck eure Gedanken erhellen! Und möge ein Torfkahn von Hans am Ende euch sanft zu den Ufern des Jahres 2026 treiben!


Torfkahn auf der Hamme, Hans am Ende


Gemälde von Otto Modersohn (Modersohn-Museum in Fischerhude https://www.otto-modersohn-museum.de/); Fritz Overbeck, der selbst vor einem seiner eigenen Gemälde Modell steht! Gemälde von Ottilie Reylaender, Kunststiftung Lilienthal https://www.kunststiftung-lilienthal.de/; Gemälde von Hermine Overbeck, Overbeck-Museum in Vegesack https://overbeck-museum.de/ . Die drei hier genannten Museen sind ebenfalls einen Besuch wert!




Ein interessantes Gespräch über den Künstler Hans am Ende: Jochen Semken beantwortet Fragen über den Maler, der einst in seinen Buchenhof wohnte...


Carl Vinnen, Moorlandschaft mit Birken und Mond, um 1900 (Große Kunstschau, Worpswede)

Sechs Birken und Nacht

Zwei Monde strahlen im Moor

Worpswedewunder


Gemeinsam mit den Künstlerinnen und Künstlern von Worpswede wünsche ich euch und euren Liebsten ein wunderbares neues Jahr!


Verschiedene typische Häuser des Künstlerdorfes und eine der zahlreichen Skulpturen (auf der Marcusheide https://www.stiftung-worpswede.de/projekte/marcusheide/) , die die Landschaft zieren: https://www.instagram.com/rolanddarjes/

https://www.worpswede-touristik.de/







Weitere digitale Kunst zum Thema Worpswede finden Sie auf meinem YouTube-Kanal, andere Videos werde ich noch online stellen...

Donnerstag, 4. Januar 2024

(Weg)weise(r) : Alles Gute zum neuen Jahr!

 

(Weg)weise(r)

 

Nicht weise,

nein, wir waren nicht weise, bevor

wir vor diesem Wegweiser zum neuen

Jahr standen, wo die Schatten des alten Jahres zu

Lichtern des neuen werden.

Wieder ein Jahr des Chaos: Heulende

Winde der Alarmsirenen

inmitten von Leben Fetzen, sterbende

Unschuldige, gemarterte Kinder, vergewaltigte Frauen, verwüstete Länder .

Aber es gab auch das Schöne:

 diese Bienen im Frühling wie

summende Hoffnungen,

diese pummeligen Neugeborenen, mit Pausbacken

wie Engelchen,

und dann  Begegnungen, das Lachen, die Küsten, an denen unser Dasein so sanft

hin und her schaukelt...

 

Lasst uns einander willkommen heißen

und die immerwährenden Früchte der Zeit

ernten, wagen wir es, uns selbst zu achten und aus unserer Erde

eine bessere Welt zu machen. Lasst uns Flüsse und Mohnblumen

sein, strahlende Firne, lasst uns von Unschuld

überquellen und

die dunklen Nächte auslöschen.

Lasst uns im Feuer leuchten

der duftenden Kamine.

Seien wir die Laternenanzünder!

 

Es lebe 2024! Alles Gute für Euch und Eure Liebsten!


Und auf Französisch:


Pas(s)age(s)

 

Pas sages

non, nous n’avons pas été sages

avant ce passage

des ombres de l’an vieil aux

lumières de l’an

neuf.

Encore une année des chaos, quand

hurlent les vents des sirènes au

milieu des fracas, quand meurent

 innocents, enfants martyrisés, femmes

violentées, pays ravagés.

Mais il y a eu aussi le Beau : ces abeilles en

printemps butinant

espérances, ces nouveaux-nés potelés

comme angelots, et puis les rencontres, les rires, les rivages

où dérivent nos vies en devenirs…

 

Accueillons-nous, cueillons les fruits sans cesse

renouvelés du temps, osons nous regarder

et faire de notre terre un meilleur

monde. Soyons rivières et coquelicots,

névés et blancheurs, débordons de

candeurs pour radier les nuits noires.

Éclairons-nous au feu

des âtres parfumés. Soyons les

allumeurs de réverbères !


Bel an neuf à vous et vos aimés! 

https://sabineaussenac.blog/2024/01/04/passagesbonneannee-2024-happynewyear/ 

 


 

 

Beide Gedichte wurden für das Radio CKCU aufgenommen, sind Minute 3,00 zu hören. Danke an Hans Ruprecht!

https://cod.ckcufm.com/programs/414/63427.html 

https://cod.ckcufm.com/programs/ondemand-player.html?id=63427&token=KPNQ.t%7E%29%3FuP.3gb%3F%3CZ%2A%25%22tUf%25%7CWJ5L%3D72%25Z%27O%21JvA%5Emob6%21ESN

 


 

 

Donnerstag, 7. Juli 2022

Rose, Sonnenkind der Morariusgasse #RoseAusländer #Essay


 


Rose, Sonnenkind der Morariusgasse

 

Rose, Sonnenkind der Morariusgasse ,

du tanztest die Unschuld zwischen Chagall Geigen

und Fliedern, in duftender

Freude.

Deine Bukowina ein Paradies.

 

Rose, so stolze Prinzessin von Saba im pulsierenden Herzen

Europas,

du lebtest fröhlich, dein Klein-Wien Schmelztiegel

der Kulturen. Die Wörter

Botschafter der Welten: Die Philosophie

bringt dich groß, die Lyrik gebiert dich.

 

Rose, plötzlich versteckt verletzt verwirrt,

junge Frau-Courage,

eine Nachtigall im Ghetto, strebend nach

Licht.

Deine Bukowina eine Hölle. Aber

Schreiben.  Geborgen in deinen

Sturmglockenwörtern.

Abgrund der Shoah:

Rose, du bist Sarah, Deborah, Rachel, du bist David, Schlomo, Haïm.

 

Rose, dein Exil. Die Staccatos

Big Appels ein Echo

des Schweigens des

Unsagbaren.

Deine Muttersprache Schrei der Henker.

Deine Stimme, verlorenes Waisenkind

der ermordeten Welten.

Du stehst noch, aber ein Gespenst.

Deine Bukowina ausradiert, zerbröckelt, zerrissen.

 

Rose, deine Neugeburt in neuem

Pneuma. Kleine Verlobte der zurückgefundenen

Wörter, in Lyrik sprudelnd, unzerstörbar.

Die Queen Mary trägt dich

heim ins Land der Vergangenheiten,

Italien baut dich auf.

Eine Sonnenpriesterin: Du lehnst

die Nacht ab, um das Leben zu

behaupten.

Deine Bukowina ein Einwegspiegel.

Sie nie wiedersehen, sie singen aber

immer.

 

Rose, du schreibst, du dichtest tausend

Seiten voll, bummelst durch dein

Europa, zerbrechliche Barkarole der

stammelnden Frieden. Dein

Seidenkoffer genügt dir, deine

Muttersprache versorgt dich. Man liest,

entdeckt, ehrt dich.

Deine Bukowina bewohnt dich.

 

Rose, du legst dich hin, schelmische

alte Dame. Dein Bett ein Palast.

Da wirst du bis zu deinem letzten

Atem schreiben,

der Nordpark Baumkrone

deiner Erinnerungen.

Deine Bukowina Wiege

deiner tausend

Sterne.

 **

Mein Essay über Rose Ausländer ist erschienen! Ich freue mich sehr, bedanke mich bei meinem französischen Verleger und bei Helmut Braun.

Wer sich ein Exemplar mit Widmung wünscht kann sich hier per Kontaktformular bei mir melden!

Hier kann man auch das Buch direkt bestellen:

https://www.editionsbdl.com/produit/rose-auslander/


https://sabineaussenac.blog/2022/07/04/rose-auslander-une-grande-voix-juive-de-la-bucovine-essai-poesie-judaisme-roseauslander-allemagne-ukraine/


Rose, enfant soleil de la Morariusgasse

 

Rose, enfant soleil de la Morariusgasse,

tu dansais l’innocence entre violons de

Chagall et lilas, en allégresse

parfumée.

Ta Bucovine un paradis.

 

Rose, princesse de Saba si fière en cœur battant

de l’Europe,

tu vivais heureuse, ta

petite Vienne creuset

des cultures. Les mots

des messagers des mondes : la philosophie

te grandit, la poésie t’enfante.

 

Rose, soudain cachée meurtrie épouvantée,

jeune femme courage,

rossignol du ghetto en espérance

de lumière.

Ta Bucovine un enfer. Mais

écrire. Tes mots-tocsins

t’abritent.

Béance de la Shoah :

Rose, tu es Sarah, Déborah, Rachel, tu es David, Chlomo, Haïm.

 

Rose, ton exil. Les staccatos

de la Grosse Pomme

en écho au silence

de l’indicible.

Ta langue-mère cri des bourreaux.

Ta voix, orpheline perdue

des mondes assassinés.

Tu es debout mais un fantôme.

Ta Bucovine effacée, morcelée, écartelée.

 

Rose, ta renaissance en souffle

neuf. Petite fiancée des mots

retrouvés, tu jaillis en

poésie, inextinguible.

Le Queen Mary t’emporte

vers tes terres

anciennes,

l’Italie te restaure.

Héliophage, tu

récuses les nuits pour affirmer

la vie.

Ta Bucovine un miroir sans tain.

Ne jamais la revoir, la chanter

toujours.

 

Rose, tu écris, tu noircis mille

pages, parcourant

ton Europe, barcarolle

fragile des paix

balbutiantes. Ta valise de

soie te suffit, ta langue-mère

te nourrit. On te lit, te découvre,

t’honore.

Ta Bucovine t’habite.

 

Rose, tu t’alites, vieille dame

malicieuse. Ton lit un palais.

Tu y écriras jusqu’à

ton dernier souffle,

le Nordpark canopée

de tes mémoires.

Ta Bucovine berceau

de tes milliers

d’étoiles.


https://www.oasisdesartistes.org/modules/newbbex/viewtopic.php?topic_id=296602&forum=2

https://sabine-aussenac-dichtung.blogspot.com/2021/02/ein-essay-uber-rose-auslander-auf.html